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Einführung

(Geschrieben von Viktor Longo)
Viele Menschen denken, wenn sie das Wort Hanf hören, an Marihuana oder Haschisch. Doch Hanf ist mehr als eine Pflanze, aus der man leichte Drogen gewinnen kann. Der Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Schon früh (und zwar vor etwa 5000 Jahren) erkannten die Chinesen die Vielseitigkeit dieser Pflanze. Sie nutzten sie als Nahrung, Kleidung, Papier, zur Herstellung von Medizin. Viele sehr religiöse Völker wie die Hinduisten und Buddhisten verwendeten den Hanf als Meditationshilfe.
So überdauerte der Hanf bis in die heutige Zeit. Jedoch zu Beginn des 19. Jhd wurde dem Hanf das Dasein allmählich erschwert. Durch neue Erfindungen in der Medizin sowie in der Industrie (z.B. Nylon, Antibiotika, Zigarette) wurde der Hanf immer weiter aus unserem Alltag verdrängt. Zusätzlich wurden dem Hanf, in der Zeit der Prohibition, in den USA viele Vorurteile zum Verhängnis. Einige Menschen schrieben dem Hanf und dessen Konsum charakterverändernde Wirkungen zu. „Hanf mache aggressiv und führt Menschen dazu schreckliche Verbrechen zu begehen“, so Harry J. Anslinger, größter Feind des Hanfes (www.legalisieren.at).
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Hanf schließlich in den meisten Ländern verboten. In den letzten Jahrzehnten jedoch kam es zu einer langsamen Wiederentdeckung der Pflanze, nicht nur als Rauschmittel in den 70er Jahren, sondern auch als vielseitig verwendbare Nutzpflanze. Einige Staaten erkannten das Potential, das im Hanf steckt und die Sinnlosigkeit des Verbots.

Hanffeld
Das beste Beispiel hierfür ist Holland, das den Hanf und dessen Anbau toleriert. Seit der Legalisierung ist der Konsum von Drogenhanf weder gesunken noch gestiegen. Zudem haben Polizei sowie die Gerichte weniger Arbeit, da die sogenannten „Kleinkiffer“nicht verurteilt werden. Dadurch haben sie mehr Zeit sich den schwereren Fällen zu widmen.
Von einem Durchbruch der Hanfpflanze kann man dennoch nicht sprechen, da dessen Aufstieg in die heutige Industrie noch in den Kinderschuhen steckt, und von vielen Leuten aus wirtschaftlichen und persönlichen Gründen verhindert wird.